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Petschau in Daten

Petschau

Petschau wurde am Anfang des 13. Jahrhunderts von den böhmischen Fürsten aus der Familie von Hrabischitz gegründet.

1214 - eine Urkunde aus dem 15. Jahrhundert (ein Falsum ?) erwähnt die Zollstation in Petschau

1314 - die erste Erwähnung von der Petschauer Burg, die von der Familie Boresch von Riesenburg (Osseg=Osek) gegründet wurde

1349 - die Brüder Slavko und Boresch von Riesenburg werden als Besitzer von Petschau angeführt

1354 - Karl IV. erteilte den Brüdern Slavko und Boresch von Riesenburg das Privileg, zwölf Jahre auf dem Gebiet von Petschau, Schönfeld, Schlaggenwald, Lauterbach und Sangerberg (Bečov, Krásno, Horní Slavkov, Čistá und Prameny) Gold und Silber zu fördern

1357 - die Riesenburgs ernannten einen Pfarrer für Petschau, Sangerberg und Schlaggenwald

1387 - am 22. Dezember, das Städtchen (die Gemeinde) Petschau wurde zum erstenmal erwähnt

1399 - die Herren von Riesenburg erhoben Petschau zur Stadt

1400 - am 14. Mai, wurde in der Burg von Petschau wurde die Kapelle Maria Heimsuchung eingeweiht

1407-1411 - Petschau gehörte den Herren von Hasenburg

1411-1495 - Petschau gehörte den Herren von Plauen

1430 - Petschau wurde vom hussitischen Hauptmann Jakoubek von Vřesovice belagert

1481 - die erste Ewähnung über die Petschauer Bierbrauerei

1482 - der König Vladislav II. bestätigte und vermehrte die Stadtprivilegien und gab der Stadt ein Stadtwappen (am 19. September 1482)

1495-1547 - der Herrenhof von Petschau gehörte den Pflugs von Rabenstein, die die Zinnförderung im Kaiserwald aufbesserten

1547-1752 - nach dem verlorenen schmalkaldischen Krieg wurde Petschau den Pflugs konfisziert und nacheinanderfolgend den Herren von Plauen, Herren von Schlick, der Stadt Petschau und den Herren von Questenberg verpfändet

1547 - der Herr von Petschau, Kaspar Pflug von Rabenstein, führte den Standesaufstand gegen den König Ferdinand I. Seine Armee sammelte sich in der Nähe von Petschau. Pflug wurde geschlagen und musste nach Sachsen fliehen.

1582 - eine grosse Überschwemmung auf der Tepl, in Petschau ertranken 12  Leute, 11 Häuser wurden vernichtet

1585 - Kaspar Pflug wurde in Petschau begraben

1621 - am 2. Februar, ein vernichtendes Feuer in der Stadt

1632 - eine Pestepidemie wütete in der Region von Petschau

1642 - die Burg von Petschau wurde von schwedischen Truppen des Generals Königsmark erobert

1661 - das provisorische Rathaus wurde fertiggestellt

1662 - die erste Erwähnung über den jüdischen Friedhof in Petschau

1671 - der Bau eines neuen Rathauses

1679 - die Pestepidemie

1680 - die Mariensäule wurde gebaut, der Donator war der Graf J.A. Questenberg

1684 - der Musikverein "Collegium musicum" aus Petschau wurde erwähnt

1688 - eine neue Synagoge im jüdischen Viertel von Petschau wurde gebaut

1738 - der Pfarrer P.L. Schusser gründete in Petschau die sog. Musikbruderschaft, die 600 Mitglieder hatte

1750-1753 - der Bau eines neuen Barockschlosses

1752 - Petschau wurde zum Erbeigentum der Herren von Kaunitz (1752-1813)

1760 - am 18. Juli, das grosse Feuer in der Stadt, 130 Häuser, die Kirche sowie die Pfarre sind abgebrannt.

1763-1767 Neubau der Georgs-Kirche nach den Plänen von Frany Püpperle. Die Kirche wurde ohne Turm gebaut. Zugleich baute man das neue Pharrhaus.

1767 - nach dem Feuer wurde die Synagoge, die ursprünglich neben dem Haus Nr. 39 stand, erneuert

1785 - in Petschau blühte die Hutmacherei auf

1806 - Karl Veit aus Maria Stock (Skoky) bei Luditz (Žlutice), ein Musiklehrer, der die berühmte Musiktradition von Petschau gründen half, kam nach Petschau

1813 - der belgische Herzog Friedrich Beaufort-Spontini kaufte den Herrenhof von Petschau vom Grafen Alois Kaunitz

1821 - eine grosse Überschwemmung

1822 - der Bau der sog. Pilsner Strasse in der Richtung nach Theusing (Toužim) wurde eröffnet

1829-1831 - der Bau der durch das Tal nach Karlsbad und Marienbad führenden Strasse

1834 - die Renovierung der Kirche St. Georg

1837 - in Petschau wurde ein Postamt errichtet

1844-1846 - der berühmte tschechische Topograph F.A. Heber besuchte und malte Petschau. Die Veduten von Petschau erschienen in seinem Werk "Böhmische Burgen, Festungen und Schlösser" (1843-1849)

1850 - Petschau wurde der Sitz des Gerichtsbezirks (bis zum Jahre 1949)

1851 - es wurde das Gebäude des Bezirksgerichtes gebaut

1854 - ein Gendarmerieposten wurde errichtet

1857 - eine neue Strasse nach Karlsbad und Marienbad wurde gebaut

1870 - eine Überschwemmung

1872-1874 - der Herzog Beaufort-Spontini kaufte alle Häuser nördlich unter der Burg, liess sie niederreisen und gründete ein Alpinium mit 1800 Pfanzenarten an ihrer Stelle

1873 - eine neue Strasse nach Neudorf (Nová Ves) und Sangerberg (Prameny) wurde gebaut

1879 - eine neue Schule wurde gebaut

1885 - der Bau des Kirchenturms nach den Plänen Johann Schoberts

1887 - am 16. März, die als ein Konservatorium konzipierte Musikschule wurde geöffnet

1889 - die Bezirkskrankenkasse wurde errichtet

1890 - am 24.-25. November, eine grosse Überschwemmung
- eine neue Strasse nach Tepl wurde gebaut

1891 - die Mariensäule wurde renoviert

1892 - Petschau hatte 2,205 Einwohner, 320 Häuser, 12 Vereine

1893 - ein neuer Friedhof wurde errichtet, der alte Friedhof wurde aufgelöst

1898 - das Rathaus wurde modernisiert
- am 10. November wurde die Eisenbahnlinie Rakonitz (Rakovník) - Petschau in Betrieb gesetzt
- am 17.  Dezember wurde die Eisenbahnlinie Karlsbad-Marienbad in Betrieb gesetzt, in Petschau wurde ein neuer Bahnhof errichtet

1899 - Petschau feierte den 500. Jahrestag der Erteilung von Stadtprivilegien
Bei dieser Gelegenheit wurde eine Denkschrift herausgegeben
- eine neue Bürgerschule wurde geöffnet

1901 - die neue Eisenbahnlinie aus Schönwehr (Krásný Jez) durch Schlaggenwald (Horní Slavkov) verbesserte die Verbindung aus Petschau in der Richtung nach Elbogen (Loket)

1903 - in einer aufgehobenen Mühle wurde ein Kraftwerk errichtet

1904 - am 23. November, die Synagoge brannte nieder

1914-1918 - 74 Männer aus Petschau blieben auf den Schlachtfeldern des ersten Weltkrieges

1920 - die staatliche Gemeindeschule wurde geöffnet

1930 - die jüdische Synagoge wurde niedergerissen (einige historische Quellen sprechen erst vom Jahre 1938)

1932 - das Denkmal zu Ehren der Opfer des ersten Weltkrieges wurde enthüllt

1934 - es starb Dr. Josef Rieber, ein Ehrenbürger Petschaus, Theologe und Priester

1936 - Petschau hatte 2384 Einwohner (davon 168 Tschechen) und 433 Häuser

1937 - die eigene Erzeugung der elektrischen Energie war nicht einträglich, der elektrische Strom wurde deshalb nach Petschau aus Reichenau (Rychnov) bei Falkenau (Sokolov) zugeleitet

1938 - am 4. Oktober, die militärischen Einheiten der deutschen Wehrmacht fuhren nach Petschau ein, die tschechischen Grenzgebiete wurden zum sog. Dritten Reich Adolf Hitlers annektiert

1939-1945 - 75 Männer aus Petschau fielen im zweiten Weltkrieg

1945 - der fast 150 Jahre lange Besitz von Petschau durch die Herzogsfamilie Beaufort-Spontini endete, der letzte Besitzer der Herrschaft, JUDr. Heinrich Beaufort-Spontini, musste die Tschechoslowakische Republik verlassen

1945-1947 - die Aussiedlung der Deutschen aus Petschau und seiner Umgebung in die amerikanische und sowjetische Okkupationszone des geschlagenen Deutschlands

1948 - die Wiederbesiedlung der Region von Petschau durch tschechische Einwohner war minimal. Es war hier nur wenig Industrie und die umliegenden Dörfer lockten kaum jemanden. Häuser und Sehenswürdigkeiten verfielen. Einige Orte in der Region von Petschau waren menschenleer.

1951 - nach Petschau kamen viele tschechische Familien der Bergleute, die in den Urangruben von Schlaggenwald arbeiteten. Doch die meisten Familien zogen im Verlaufe der Zeit weg. Nach der Aussiedlung der Deutschen begannen zahlreiche verlassene Häuser zu verfallen und wurden niedergerissen. 106 Häuser und 11  Scheunen wurden bis zum Jahre 1956 niedergerissen

1980 - Petschau einschliesslich der integrierten Gemeinden hatte 1343  Einwohner

1984 - folgende Firmen befanden sich in Petschau: Elektro (Elektromaterial und Spielzeug aus Plasten), Blex (Küchenzubehör), Westböhmischer Holzbetrieb (Verarbeitung von Holz), Staatliche Fischwirtschaft Marienbad (Forellenzucht)

1985 - am 5. November entdeckten Kriminalisten aus Prag nach einer längeren Suche den romanischen Reliquienschrein St. Maurus im Boden der Petschauer Burgkapelle. Das wertvolle Andenken, das für 40 Jahre verschollen war, wurde nach Prag gebracht, wo es renoviert wurde.

1991- 29-30.Juni, zum erstenmal seit 1945 - das Zusammentreffen der gegenwärtigen tschechischen und der ehemaligen deutschen Einwohner der Stadt in Petschau

1996 - am 15. Juli, nach jahrelangen Bau- und Renovierungsarbeiten wurde das Schloss von Petschau der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Investor der Renovierung war das Pilsner Denkmalamt.