Navigation

Auswahl der Sprache

  • Česky
  • English
  • Deutsch

Inhalt

Interesante Häuser

Die Bebauung von Petschau hat sich ihren mittelalterlichen Grundriss erhalten. Im Städtchen befinden sich noch heute zahlreiche klassizistische Häuser und Barockhäuser, obwohl oft in einem trostlosen Zustand. Viele Häuser haben ursprüngliche geschnitzte Türen aus der ersten Hälfte des 19.  Jahrhunderts. Manche Häuser auf dem 5. Mai-Platz (náměstí 5. května) haben einen gotischen Kern. Bei dem Besuch von Petschau empfehlen wir Ihnen, die folgenden Häuser zu besichtigen:

DER 5. MAI-PLATZ
Nr. 14 - ein Beispiel der regionalen Volksarchitektur aus der Zeit um das Jahr 1830, ursprünglich ein Fachwerkhaus, es steht links vom Eingang ins Schloss.
Nr. 16 - ein zweistöckiges Haus mit zwei Fensterachsen. Die Fassade mit einem dreieckförmigen Giebel. Ein klassizistisches Haus (Empirehaus) aus der Zeit um das Jahr 1835. Hier brach im Jahre 1760 das grosse Feuer der Stadt aus. Heute ist das Haus in einem trostlosen Zustand.
Nr. 17 - Restaurant und Pension "Zum Schloss". Ein einstöckiges klassizistisches Haus aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Nr. 19 - ein kleines einstöckiges Haus aus dem 18. Jahrhundert mit einem Durchgang in das ehemalige jüdische Viertel (Jüdisches Pförtchen). Vor dem zweiten Weltkrieg wohnte hier der Hutmacher Anton Wölfl.
Nr. 27 - ein einstöckiges Haus aus der Zeit um das Jahr 1860. Im Erdgeschoss ist ein schönes Schaufenster aus dem Ende des 19.  Jahrhunderts zu sehen. Im Hause war früher eine Eisenhandlung, die dem Ingenieur Feiler gehörte.
Nr. 193 - ursprünglich ein Barockhaus, die ehemalige Apotheke
Nr. 194 - ein altes Barockhaus, im Hof ein Anbau mit einem gangartigen Balkon
Nr. 195 - ein einstöckiges klassizistisches Haus, renoviert. Erhaltener ursprünglicher Eingang mit Holztüre, um 1830.
Nr. 197 - ein einstöckiges klassizistisches Haus mit einem gewölbten Durchgang. Im Erdgeschoss ist ein Geschäft, früher war hier die Drogerie Lang.
Nr. 198 - ein klassizistisches Haus, eine Einfahrt mit dem ursprünglichen Holztor in der Mitte, ein gewölbter Torweg in den Hof. Früher war hier eine Gaststätte und Fleischerei, heute ein Restaurant.
Nr. 199 - ein einstöckiges klassizistisches Haus mit vier Fernsterachsen. Im Erdgeschoss war ein Geschäft mit Textilwaren.
Nr. 200 - ein im Barockstil gebautes Eckhaus

DIE BAHNHOFSTRASSE (Nádražní ulice)
Nr. 109 - ein Fachwerkhaus aus der Zeit um das Jahr 1800.
Nr. 133 - ein Fachwerkhaus aus dem Anfang des 19.  Jahrhunderts
Nr. 112 - die sog. Alte Post. Ein grosses, im Spätbarockstil gebautes Haus aus dem Ende des 18. Jahrhunderts. Es steht an der Brücke über dem Tepl Fluss bei der Strasse nach Karlsbad und Marienbad. Ursprünglich war es eine Station, wo Postkutschen ihre Pferde wechselten. Es war hier auch ein beliebtes Gasthaus.

DAS EHEMALIGE JÜDISCHE VIERTEL
Für Jahrhuderte hatte Petschau eine zahlreiche jüdische Kommunität. Zum erstenmal wurde sie im 16. Jahrhundert erwähnt.
Im Staatlichen Zentralarchiv in Prag hat sich ein Stadtplan von Petschau aus dem Jahre 1727 erhalten, in dem das jüdische Viertel ausführlich eingezeichnet wurde. Das jüdische Ghetto dehnte sich im westlichen abfallenden Stadtteil hinter dem sog. Jüdischen Pförtchen aus. Juden hatten hier ihre eigene Synagoge. Um in das jüdische Viertel zu kommen, musste man aus dem Platz durch drei Tore gehen.
Der jüdische Friedhof war im Abhang zwischen dem Bahnhof und der Strasse nach Neudorf (Nová Ves). Im Jahre 1938 wurde er von Nazis völlig zerstört. Ein alter Grabstein wurde in die Burgkapelle hinübertragen, mit den übrigen Epitaphen wurde der Hof der Mühle in Wasserhäuseln (Vodná) ausgepflastert. Ihre Reste kann man dort noch heute sehen.

DIE MUSIKSCHULE
Eine im Jahre 1887 gegründete Schule mit einem hervorragenden Ruf. Es studierten hier Schüler aus dem ganzen nordwestlichen Grenzgebiet Böhmens. Die Schule mit ungefähr 60 Schülern wurde als Konservatorium mit zwei Vorbereitungs- und sechs Studienklassen konzipiert.
Bei der Schule steht eine ungefähr 150 Jahre alte Eiche.

DAS KRIEGSGEFALLENENDENKMAL
Ursprünglich ein Denkmal zu Ehren der Gefallenen im 1. Weltkrieg. Es wurde 1932 enthüllt. Nach dem Jahre 1945 wurde es in das Denkmal zu Ehren der Gefallenen im 2. Weltkrieg geändert.